Über das Insolvenzanfechtungsrecht werden erfolgte Zahlungen/Rechtshandlungen des Schuldners wieder zur Insolvenzmasse gezogen.

Die §§ 129 ff InsO ermöglichen dem Insolvenzverwalter Erstattungsansprüche geltend zu machen.

Sinn und Zweck des Anfechtungsrechts ist es, dass alle Gläubiger auch tatsächlich gleichgestellt werden. Ein Schuldner der kurz vor der Insolvenz versucht noch sein Hab und Gut zu verschenken (etwa an nahe Angehörige) oder etwa Großgläubiger befriedigt, entzieht auf diesem Wege den Gläubigern zumindest einen Teil der Insolvenzmasse.

Dies wird allerdings als ungerecht empfunden, da nur eine dem Schuldner nahestehende Person oder Gläubiger, die besonders hohen Druck auf den Schuldner ausüben, bevorzugt werden. Diese Ungleichbehandlung wird durch das Anfechtungsrecht wieder aufgehoben.

Über § 133 InsO kann ein Anfechtungszeitraum von bis zu zehn Jahren eröffnet sein. Hierzu muss die bervorzugte Person allerdings Kenntnis von dem Gläubigerbenachteiligungsvorsatz des Schuldners haben.