Die Forderung eines Gesellschafters auf Rückgewähr eines Darlehens ist gem. § 135 InsO anfechtbar. Sie soll der Durchsetzung der Nachrangordnung des § 39 I Nr. 5 InsO dienen.

Nach hM und Ansicht des BGH liegt der Grund für die Sonderbehandlung von Gesellschafterdarlehen in der Finanzierungsfolgenverantwortung. Dies wird bspw. auch durch die Regelung des § 64 GmbHG deutlich. Nach dieser Regelung haften die Geschäftsführer der Gesellschaft für Zahlungen, die nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft oder nach Feststellung ihrer Überschuldung geleistet werden.

Außerhalb des Insolvenzverfahrens sind die Anfechtungsmöglichkeiten durch §§ 6, 6a AnfG geregelt.