Für den Fall, dass das Jugendamt den Unterhalt vorauszahlt, können zweierlei Fragen besonders interessant werden.

Die erste folgt aus dem Umstand, dass auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens Schulden entstehen können, die nach der ausdrücklichen Regelung nicht an der Restschuldbefreiung teilnehmen, d. h. auch nach Erteilung der Restschuldbefreiung bestehen bleiben.

Das zweite Problem ist strafrechtlicher Natur, nach § 170 StGB kann die Verletzung der Unterhaltspflicht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, unter Umständen aber auch mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren bestraft werden.