Schützen Sie Ihr Guthaben mit einem Pfändungsschutzkonto.

Wenn Sie ein Girokonto besitzen, ist ihr Guthaben nicht vor Pfändungen geschützt.
Soweit Sie ein Girokonto bei einer Bank besitzen, kann dieses aber in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden.
Ein P-Konto wird Ihnen aber nur auf Antrag von Ihrer Bank eingerichtet. Es erfolgt eine Umwandlung Ihres normalen Girokontos in ein P-Konto, sodass der derzeitige Grundfreibetrag bei alleinstehenden Personen i.H.v. 1.073,88 Euro vor Pfändungen geschützt ist.

Je nach den Umständen kann der Betrag auch durch zusätzliche Freibeträge erhöht werden. Beispielsweise bei Unterhaltsverpflichtungen gegenüber der Ehefrau/dem Ehemann oder gegenüber Kindern kann der Betrag hochgesetzt werden. Dies geschieht jedoch nicht automatisch, sondern Sie benötigen eine Bescheinigung. Diese Bescheinigung kann Ihnen bspw. von Rechtsanwälten, Steuerberatern, Arbeitgebern etc. ausgehändigt werden.

Die Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto ist bei einem schon bestehenden Girokonto kostenlos. Nach erfolgter Umwandlung dürfen von den Banken keine höheren Kontoführungsgebühren nur aufgrund der Eigenschaft als P-Konto erhoben werden (BGH, Urteil vom 16.07.2013 – XI ZR 260/12; Urteil vom 13.11.2012 – XI ZR 145/12).

Pro Person kann allerdings nur ein P-Konto eingerichtet werden. Somit kann die Höhe des zur Verfügung stehenden monatlichen Betrages nicht etwa durch Einrichtung mehrerer P-Konten erhöht werden.

Auch ein eingeräumter Dispositionskredits oder eine Kreditkarte kann durch die Einrichtung nicht automatisch entzogen werden. Es bedarf der Kündigung, welche sich in der Regel nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen richtet.