Der Pflichtteilsanspruch des Schuldners entsteht mit dem Erbfall (§ 2317 Abs. 1, § 1922 Abs. 1 BGB).

Von diesem Zeitpunkt an gehört er zum Vermögen des Schuldners und während des eröffneten Verfahrens auch zur Insolvenzmasse.

In der Wohlverhaltenszeit gebührt der Pflichtteil zur Hälfte dem Schuldner.

Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann der Pflichtteilsanspruch bereits vor der vertraglichen Anerkennung oder Rechtshängigkeit als in seiner zwangsweisen Verwertbarkeit aufschiebend bedingter Anspruch gepfändet werden (BGH, Beschluss vom 25.06.2009 – IX ZB 196 / 08).