Gem. § 17 II 2 InsO lässt die Zahlungseinstellung die Zahlungsunfähigkeit vermuten.

Die Zahlungseinstellung ist dabei die wichtigste Erscheinungsform der Zahlungsunfähigkeit. Zu den wichtigsten Indizien, welche auf die Zahlungseinstellung schließen lassen, zählen bspw.:

die Erklärung des Schuldners, nicht, nicht jetzt oder nicht vollständig auf fällige Forderungen zahlen zu können (BGH, Urteil vom 01.07.2010 – IX ZR 70/08)

die tatsächliche Nichtzahlung eines erheblichen Teils der fälligen Verbindlichkeiten (BGH, Urteil vom 21.06.2007 – IX ZR 231/04, 20.12.2007 – IX ZR 93/06)

Ratenzahlungsbitte (BGH, ZinsO 2011, 1410)

erhebliche Zahlungsrückstände (BGH, Urteil vom 12.10.2006 – IX ZR 228/03)

Lastschriftenrückgabe (BGH, Urteil vom 18.07.2013 – IX ZR 143/12)

Nichtbegleichung fälliger Forderungen ggü. Hauptlieferant/Großgläubiger (BGH, ZinsO 2013, 190, 192)

Für die Anfechtung gem. §§ 129 ff InsO ist dieses Merkmal von zentraler Bedeutung, die es die Definition der Zahlungsunfähigkeit erleichtert.